Wie mich der Krieg als Frau prägte


Wie mich der Krieg als Frau prägte

Eine Geschichte aus meiner Kindheit

Ich sitze gerade an meinem neuen Schreibtisch. Wenn ich meinen Blick vom Laptop hebe, blicke ich durch
das offene Fenster und darf beobachten, wie sich die Sonnenstrahlen auf den saftig grünen Blättern eines
Weinstockes spiegeln.
Mit meinen Kinder verbringe ich gerade ein paar Tage bei meiner Familie in meinem Elternhaus in Serbien.
Es ist 16 Jahre her, seit ich hier gelebt habe.
Wow… wie die Zeit vergeht.

Damals, als ich ausgezogen bin, war ich eine sehr junge Frau, die noch nicht genau wusste, was sie wollte,
die sich nicht ganz als Frau fühlte, viele Ängste in sich getragen hat und dadurch davon überzeugt war, dass
sie stark sein muss, wenn sie in dieser Welt voller Krieg und Hass etwas schaffen wollte.

Flüchtlinge

Meine Kindheit und Jugend, verbrachte ich in Serbien, in dieser Zeit, als sich das damalige Jugoslawien durch
den Krieg begann zu spalten.
Als ich 9 Jahre alt war, hatten wir schon die erste Flüchtlings-Familie in unserem kleinen Haus… kurze Zeit
danach war auch die zweite Familie da.
Wir kannten diese Familien vorher nicht.

Die Männer haben Frauen und Kinder hier gelassen und sind zurück in den Krieg gezogen.

Mein Bruder und ich haben uns ein Zimmer geteilt und nachdem die zweite Familie zu uns gekommen ist,
haben mein Bruder und ich ein Bett teilen müssen und im zweiten Bett hat eine Oma geschlafen, die mit der
zweiten Familie kam.
Es war eine sehr herausfordernde Zeit für meine Eltern. Denn meine Eltern haben für alles selbst sorgen
müssen… So haben wir mehrere Monate gelebt.

Angst

Angst, die durch den Krieg sehr präsent war, war auch in jedem Gespräch spürbar. Je mehr die Eltern Angst
hatten, desto mehr haben wir Kinder Angst gehabt.
Was die Eltern, um zu überleben taten, haben wir als Kinder seht gut aufgenommen um später die gleichen
Verhaltens-Muster zu leben… auch nach der Zeit als der Krieg schon längst vorbei war.

Das wurde mir erst viel später bewusst.

All das hat dieses 9 jährige Mädchen sehr geprägt.
Je älter ich wurde, desto härter wurde ich. Denn die „Harten“ haben im Krieg überlebt.

So habe ich gelernt, hart zu sein. Die weiblichen Eigenschaften habe ich in meiner Kindheit bei keiner der
Frauen, die ich kannte, erlebt. Sie waren zwar zu Hause, haben sich um die Kinder gekümmert, aber sanft,
weiblich, mitfühlend… davon keine Spur.

Das hätte Schwäche bedeutet und wäre dementsprechend auch ein riesiger Schwachpunkt einer Familie
gewesen. Es ist ums Überleben gegangen.

Wirtschaftlich am Ende

Wirtschaftlich war das Land genauso zerstört. Sanktionen in Milliardenhöhe. Um das besser zu verstehen,
erzähle ich es Dir anhand eines Beispiels.

Wenn mein Vater damals seinen Lohn bekommen hat, musste er so schnell als möglich die Währung Dinar
in eine andere sehr stabile Währung konvertieren (damals war das die Deutsche Mark) sonst wäre das
folgende Szenario passiert:

Gleich nach Erhalt des Lohns, hatte der Monatslohn meines Vaters einen Wert von 50 DM. Er musste innerhalb
der nächsten 3-4 Stunden Dinar in Deute Mark umtauschen. Wenn er das nicht geschafft hätte, hätte er am
nächsten Tag ein Kilo Brot für dieses Geld kaufen können.
Ein anderes Beispiel: meine Bus-Monatskarte hat genau 50 DM betragen.

Wie meine Eltern es geschafft haben unsere Familie zu ernähren, ist eine Rechnung die sich auf keinem
Papier 
ausgeht. Es war eine Lebenskunst.

Harte Zeiten, harte Menschen

Die Zeit war sehr hart und so wurden auch die Menschen immer härter… Oder waren die Menschen hart
und die Zeit, die gekommen war, war nur das Produkt der Härte und Chaos, was in den Menschen herrschte!?
Die Harten schaffen alles! – Das habe ich erlebt und an das glaubte ich.
So wurde ich hart.
Aus einem lebendigen Mädchen wurde ein hartes Mädchen, dann eine harte junge Frau und so weiter…

Erwecke die weiche Seite ich Dir. Lebe Deine Vielfalt. Lebe aus Deinem Herzen.

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Heute

Heute bin ich 36 Jahre alt und habe den Großteil meines Lebens weit weg von meiner wahren Natur verbracht.
Jahrelang wusste ich nicht genau wo ich ansetzten soll. Was ich verändern soll.

In einer meiner tiefsten depressiven Phasen, Ende 2012 und Anfang 2013, hat meine geliebte Seele es
geschafft, mir genug helle und klare Impulse zu schicken, um mich zu erinnern in welche Richtung ich gehen
wollte… was sie hier auf der Erde wollte…
Ende 2014 ist, in einer meiner tiefen meditativen Zustände, die ich täglich machte, >>Ganz Frau Sein<<
geboren worden.
Ich habe die Richtung gesehen. Und ich stand auf und machte mich auf den Weg. Ich lernte, was ich noch
lernen musste, tat was ich noch tun musste, ließ los was ich noch loslassen musste…
Es war unbequem und schmerzhaft, doch ich lernte auf diesem Weg immer mehr auf meine Intuition zu
hören, immer mehr mir selbst zu vertrauen und ich öffnete mein Herz.

Ich war wieder LEBENDIG.

Ich konnte meine Härte von mir „abschütteln“ (es war ein Verstehen, Annehmen und Loslassen, doch es
hat sich so angefühlt als wäre etwas Schweres von mir abgefallen!).
Ich war immer klarer in meinen Gedanken, denn jetzt habe ich mein Herz  gehört… je mehr ich auf mein Herz
gehört habe, war seine Stimme lauter.
Gleichzeitig waren die Stimmen in meinem Kopf weniger.

Die Frau

Doch dieser Prozess tat weh. Es war verdammt schmerzhaft. So wurde die Frau in mir geboren.
Meine Geburt als Frau erlebte ich genauso schmerzhaft, wie die Geburt meiner Kinder, doch als Mutter ist
mir mitten in dem Prozess klar geworden, was geschieht.
Ich konnte, trotz verschiedener Erlebnisse und Phasen meinen Fokus auf das Gute auf diesem Weg richten
und mir so bewusst Kraft geben meinen Weg zu gehen und keine Abkürzungen und Sonderangebote des Lebens
mehr anzunehmen.

Als Frau wurde ich geboren, um es dann zu vergessen. – In den letzten 2 Jahren fand diese Wiedergeburt statt.
Und es geschieht weiter. Denn diese Geburt ist ein Prozess und keine einzelne Tat. Es ist ein Weg zu meinem
wahren Selbst.

Stark und sanft

Ich fühle unendliche Stärke in mir und doch lebe ich intensiv meine sanfte und weibliche Seite. Ich zeige
mein Mitgefühl, gehe in alle meine Lebensthemen mit dem Herzen hinein, verschaffe Klarheit und handle aus meiner weiblichen Urkraft.
Seit ich so lebe, bin ich in der Lage ein Wunder nach dem anderen in meinem Leben zu erschaffen, die
Möglichkeiten zeigen sich und  die Türen öffnen sich, wo es vorher keine gab. Mein Mut ist klarer und
„lauter“ geworden als meine Angst.
Ich nehme Urvertrauen in mir wahr. Vertrauen in das Leben und die Liebe, der Glaube, dass es in
jedem Menschen etwas Gutes gibt.
Dass jede Situation, wenn es einem selbst wichtig genug ist, möglich ist, liebevoll aufzulösen.

Für mich gibt es nicht mehr die Frage, ob etwas geht, sondern es geht eher darum, dass ich nur nicht weiß,
wann genau das von mir Gewünschte geschieht.
… es geht nicht darum, ob etwas geschieht, sondern nur wann

Alles ist möglich

Mein Glaube ist, dass alles möglich ist, wenn es aus der Tiefe meines Herzens kommt. Und das Wann, darüber
stelle ich mir keine Frage mehr… Ich frage mich eher, ob es etwas gibt, was ich selbst lernen, tun, verändern
kann, sodass ich den Prozess, der schon im Gange ist, unterstützen kann?

Ich höre auf mein Inneres, setze die Botschaften, die ich empfange, um und das Urvertrauen ist die Brücke
zwischen dem was ich jetzt lebe und dem wo ich hin will, das mich nicht zweifeln lässt.

Angekommen bei mir

Bei mir angekommen, genieße ich mein Frau Sein in meiner Ganzheit und freue mich auf jeden und alles,
was mir auf diesem Weg begegnet… denn all das bedeutet wieder Wachstum. Und wenn ich wachse, bin ich
näher meinem wahren Selbst… bin ich in Harmonie mit der Natur und dem Leben selbst.

Als Ergebnis dieses Weges ist ein Online-Erlebnis-Workshop entstanden und die wunderbaren Führungen.

Wie Du zu Deinem Herzen findest und Dich auf eine weiche und weibliche Art und Weise in Deinem Leben neu ausrichtest.

Für das Webinar

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Lass Dich auf Deinem weiblichen Weg inspirieren.

Ein Hoch auf die Frau in Dir!
Lebe sie in ihrer Ganzheit, ihrer Vielfalt und somit authentisch und echt.

Einfach DU – ganz Frau in ihrem Sein!

 

Ich gehe jetzt mit meinen Töchtern spielen und genieße die Magie des Sommers in unserer
weiblichen Energie.

Ich wünsche auch Dir viele zauberhafte und magische Momente und dass Du sie genau mit den Menschen verbringst,
mit denen Du Dir das von ganzem Herzen wünscht.

Deine Bojana Aurora

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